Max

von Markus Orths

 


                                                       Dieser Roman über den Maler Max Ernst ist ein kraftvoll geschriebenes Buch.

Man spürt geradezu die Intensität des Lebens, die dieser Mann mit den starken Frauen Lou, Galapaul, Marie-Berthe, Leonora, Peggy und Dorothea als seine Musen gelebt hat. Sie, die seinen inneren "Loplop" befeuert haben, wussten, wann er sich in seinen inneren Schaffensraum begab und die Bilder schuf, die so ganz anders waren in der damaligen Zeit und später viel Geld erzielten. Gleichzeitig erfährt man viel über die politische Situation

 

Anfang des letzten Jahrhunderts bis in die Zeit des zweiten Weltkrieges und dem amerikanischen Exil von Max Ernst.

 

Ein sehr lesenswertes Buch, besonders ,wenn man über den Dadaismus, über Kunst und den Austausch der Künstler untereinander erfahren will.      

 

                                                                                                                                                                                                            A. Speer

 

 

 

 

 

 

Libellenschwestern

von Lisa Wingale

 

Die Geschichte spielt in Amerika am Mississippi und erzählt vom Schicksal der Flussbootkinder Gabion, Camellia, Fern, Lark und Rill, die von der Polizei abgeholt werden,  als der Vater seine Frau in schwieriger Geburtsphase ins Krankenhaus bringt. Sie werden ins Waisenhaus gebracht und an gut zahlende Pflegefamilien vermittelt. D. h., sie werden auseinander gerissen und
in unterschiedliche Familien gegeben.
 
Der tiefe innere Zwiespalt in den Kinderseelen,  die Zustände in den Kinderheimen, die Machenschaften der Vermittler, die neuen Pflegeeltern werden sehr treffend und emotional beschrieben. Besondere Spannung bekommt das Buch, weil sich erst die Enkeltochter einer der Flussbootkinder mit dem Schicksal der Großmutter auseinandersetzt.
Ein emotionales Buch, welches man kaum aus der Hand legen kann, bevor man nicht weiß wie das Schicksal der Kinder ausgeht.
Adelheid Speer

Der Zopf

von Laetitia Colombani

 

 

 Wie die drei Stränge eines Zopfes werden die Geschichten von drei Frauen miteinander verpflochten.

 Diese Frauen und ihr Leben könnten unterschiedlicher nicht sein.

 

 Smita ist eine Unberührbare im Norden Indiens.Sie verrichtet die allerniedrigsten Arbeiten. Ihr größter Wunsch ist,dass es ihre Tochter einmal besser haben soll. Dafür ist sie bereit alles zu tun, auch ihre Haare zu opfern.

 

 In Italien, Palermo lebt Julia.Sie arbeitet in der Perückenfabrik ihres Vaters. Er ist schwer erkrankt und stirbt. Sie erfährt ,dass die Fabrik total überschuldet ist und sucht mit neuen Ideen nach einen Ausweg.

 

 Dann ist da Sarah in Montreal, eine erfolgreiche Anwältin .Sie ist Mutter von drei Kindern und  geschieden.

 Mit viel Disziplin und Arbeit versucht sie ihren Kindern und dem Beruf gerecht zu werden. Bis bei ihr die Diagnose Brustkrebs gestellt wird. Auch mit aller Anstrengung kann sie ihr Arbeitspensumnicht mehr schaffen.

 

 Alle drei Frauen entwickeln großen Mut um ihr Schiksal zu ändern.

 Smita flieht und verläßt ihren Mann,um ihrer Tochter eine andere Zukunft zu ermöglichen

 Julia setzt sich über die Traditionen und Enge der Familie hinweg um das Unternehmen neu aufzuziehen.

 Sarah kämpft gegen ihre Krankheit und gegen ihre Mitarbeiter, die ihre Schwäche gnadenlos ausnutzen.

 

 Wie man sich denken kann, sind Haare, der Zopf, das verbindende Element in diesem Roman. Ein intensives Leseerlebnis. Besonders die Figur der Smita hat mich sehr beeidruckt.

 

 

                                             Margareta Bödeker

Die Clifton Saga -eine Familiengeschichte in 7 Bänden

von Jeffrey Archer

Zurzeit gibt es einen Run auf diese Familiensaga, die sieben bisher erschienenen Bände kursieren zwischen den Stadtteilbibliotheken, wenn ein Band fehlt, wird er privat geliehen – Zeit für mich, das auch mal zu lesen.

 

England um 1930:Durch Zufälle und allerlei Schicksalsschläge werden die Geschichten zweier Familien aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten miteinander verbunden.

 

Auf der einen Seite der junge Harry Clifton aus einer Hafenarbeiterfamilie in Bristol, den seine Mutter allein durchbringen muss, da der Vater durch mysteriöse Umstände ums Leben gekommen ist. Als Harry ein Stipendium für eine Eliteschule erhält, lernt er Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrtsdynastie und mit allen bekannten Klischees  der Upperclass behaftet. Ab sofort sind die Schicksale der beiden Jungen, aber auch beider Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft.

 

Im Hause Barrington betritt Harry die Welt der Oberschicht. Während Giles´ engere Familie ihn freundlich aufnimmt, stößt er bei anderen Mitgliedern auf mehr als Ablehnung - Intrigen und sogar kriminelle Handlungen machen ihm und seiner Mutter das Leben schwer.

 

Die Familiensaga in sieben Teilen rund um die Familien Clifton und Barrington erstreckt sich über die Jahre 1930-1980. Die beiden ersten Bände umfassen im wesentlichen Harrys Jugend- und frühe Erwachsenenjahre und zeigen die spannenden Entwicklungen der Personen und  ihre Verwicklungen in Politik und Wirtschaft schlüssig auf. Sie sind m. E. die besten der sieben Bände: kurzweilig, spannend, ohne nervige Längen, bei denen man versucht ist, vorzublättern..

 

Die gesamte Saga wird teils aus Harrys Perspektive, teils aus Sicht anderer Personen erzählt: einzelne Personen, die in Harry Cliftons Leben eine besondere Rolle spielen, kommen zu Wort.  Diese Perspektivwechsel sind zwar interessant, der Leser bekommt allerdings ein und dieselbe Begebenheit mehrmals aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Zwar ergibt sich dadurch nach und nach ein deutlicheres Bild der Akteure, vor allem durch die ausufernde Beschreibung z. B. von politischen Prozessen und Gerichtsverhandlungen werden aber Längen erzeugt, die nur nervig sind und die Handlung nicht voran bringen.

 

Alles in Allem eine Familiengeschichte nach altbewährtem Muster. Band sieben habe ich nicht mehr gelesen – Spannung und Interesse sind für mich zu Ende.

 

Kritisch ist anzumerken, dass die wichtigen historischen Ereignisse jener Zeit bis auf wenige Situationen unberücksichtigt bleiben.

 Die sich in 50 Jahren radikal verändernden gesellschaftlicher Strukturen und das sich verändernde Frauenbild, der aufkommende Faschismus in Deutschland und seine Wahrnehmung im Ausland wären für historisch interessierte Leser sicher ein Gewinn.

 

 

 

Jutta Deitermann

 

Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern

von Katja Burseg

Dieses Buch lässt sich nicht einfach einordnen, denn es ist viel mehr als ein Liebesroman.

 

Die aktuellen Themen, die die Autorin beschreibt, Alzheimer und Kunst, scheinen nicht zueinander zu passen.
 

 

Carla, die Hauptfigur, bereitet eine Ausstellung über den Hamburger Jugendstil vor und endeckt ein Bild der fast vergessenen Malerin Alma Reed, die in der NS Zeit verfolgt wurde. (eine Hommage an die Künstlerin Anita Ree)

 

Dieses weckt verschüttete Erinnerungen ihres, älteren an Alzheimer erkrankten Mannes Willem. Die Suche nach verschwundenen Bildern ist wie ein Krimi.

 

 

 

Das Buch liest sich leicht und ich habe auf spannende Weise viel über Kunstgeschichte, über das Erstellen
einer Ausstellung und mir unbekannte Details verfolgter Künstler, z B. Emil Nolde, erfahren.

 

 

 

Margareta Bödeker

Die Geschichte der Bienen

von Maja Lunde

Dies ist ein Roman, der eine Zeitspanne von ca. 250 Jahren umfasst. Er schildert die Geschichte von drei Familien
in drei Handlungssträngen. Das hört sich kompliziert an, liest sich aber spannend und flüssig.
Die Geschichte der Familien spielt einmal um 1852 in England, eine im Jahr 2007 in der USA und eine in der
Zukunft in China im Jahr 2098. Es geht um die Entwicklung der Bienenhaltung im Laufe der Zeit
und um Vater-Sohn Beziehungen.
 
Maja Lunde schafft es, in ihrem Roman den Lesern vieles über Bienenhaltung, das Bienensterben
und eine Welt ohne Bienen packend zu erzählen. Aber auch über Beziehungen, Hoffnungen und
Erwartungen der Familienangehörigen.
 
Am Ende des Buches verknüpft die Autorin die Handlungsstränge gekonnt zu einem großem Bild.
 
Ein hochaktuelles Buch, das noch lange nachwirkt und meine Wahrnehmung für Bienen und ihre
Bedeutung geschärft hat.
Margareta Bödeker

Das geträumte Land

von Imbolo Mbue

"Tag und Nacht träume ich alle möglichen Träume", hatte er immer zu ihr gesagt!
Diese Träume begleiten Jende Jonga, ebenso seine Frau Neni und den Sohn Liomi. In ihrer Amerikazeit träumen sie von Limbe, der "geliebten" Heimatstadt in Kamerun.  Aber eigentlich bemühen sie sich mit aller Kraft, um ihren Traum von Arbeit,  Studium und einem besseren Leben in Amerika zu verwirklichen. Jendes Anstellung als Chauffeur eines Bankers scheint die beste Chance zu sein.  Aber finanzielle Verknüpfungen,  familiäre Verpflichtungen aus ganz unterschiedlichem kulturellen Hintergrund und die Härte der Einwanderungsbehörde lassen die Träume zerplatzen und dadurch neue wieder zu!
Ein sehr gut geschriebenes Buch, was die Seelennöte aller Beteiligten großartig beschreibt, die entstehen,  wenn man seine Heimat verlässt und seinen Rucksack an einem neuen Ort auspackt.
Adelheid Speer

Gestorben wird immer

von Alexandra Fröhlich

Wer die Bücher von Sabine Bode über die Vergessene Generation,  Nachkriegskinder und -enkel gelesen hat, wird mit großem Interesse das Buch "Gestorben wird immer" lesen wollen.  Autorin ist Alexandra Fröhlich,  Penguin Verlag!  

Sie beschreibt die Familiengeschichte der Weisguts, die 1935 in Ostpreußen beginnt und mit vielen erzählerisch spannenden Rückblicken bis ins Jahr 2008 reicht. Das Lied "Ännchen von Tharau" hilft über Gefahren hinweg,  beruhigt, macht Mut und ist im Unterbewusstsein allgegenwärtig. Es steht auch für die Haltung der Frauen in den Jahren 1935 bis 1947, immer 
Überlebenskampf für die Familien,  bei harten Entscheidungen,  Rückstellung persönlicher Bedürfnissen und dem Erleben von Tod und Schuld.
Ein flüssig geschriebenes Buch mit Sogwirkung, welches man nicht aus der Hand legt bis man die letzte Zeile verschlungen hat.
Adelheid Speer

Aktueller Büchertisch mit neuen Büchern zu Einzelthemen

Lesen auf dem Ebook-Reader im Bett stört den guten Schlaf

Hiobsbotschaft der Wissenschaft passt zur Uhrumstellung auf Sommerzeit

"Wer vor dem Einschlafen auf Mobiltelefon oder E-Reader liest, schläft Studien zufolge schlechter. Der hohe Blauanteil im Licht der Gerätedisplays verhindert die Freisetzung des schlaffördernden Hormons Melatonin. Den verschlechterten Schlafrhythmus machen einige Wissenschaftler sogar für Krankheiten verantwortlich.

 

 

Ist das Lesen von Papierbüchern gesünder? Ist die abendliche Lektüre auf dem E-Reader wirklich ein Gesundheitsrisiko?

 

Wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass der hohe Anteil von blauen Lichtwellen, wie sie Computer, Tablets, E-Reader und Mobil-telefone ausstrahlen, Schlafstörungen und einen verändeerten Schlafrythmus hervorrufen können, wenn abends und nachts mit den Geräten gearbeitet oder gelesen wird. Im dunklen Zimmer im Bett vor dem Schlafengehen noch schnell den spannenden Roman zu Ende lesen? Ganz schlecht!"

 

Quelle: literaturcafe.de

 

Was lernen wir daraus ?

Im Bett öfter mal wieder zum Papierbuch greifen oder

aber das digitale Lesen auf den Nachmittag bis frühen Abend

verlegen und für eine zusätzliche warme Lichtquelle sorgen.

 

Jutta Deitermann

Krimi - Couch, eines der größten Portale für Kriminalliteratur im deutschsprachigen Raum

Tolle Fundgrube für Krimifans

Wer immer wieder mal unsicher ist, welche tollen Krimis er sich bei uns ausleihen oder vorbestellen soll, kann sich im Portal "Krimi-Couch" umfassend über Neuerscheinungen, regionale Autoren, Krimis nach Ländern sortiert usw. informieren. Es gibt natürlich auch Rezensionen von Lesern für Leser.

 

"Krimi-Couch" ist eines der größten Onlineportale zum Thema Kriminalroman im deutschsprachigen Raum.

 Dem Leser wird umfassender Service über Krimi-Autoren und ihre Bücher geboten:

 

 Sortierung nach Ländern und Regionen,

Ausführliche und fundierte Buchbesprechungen.

 

Interaktion mit anderen Usern: Jedes Buch darf von jedem User kommentiert und über ein »Spannungsthermometer« bewertet werden. Daraus ergibt sich eine tolle Übersicht der beliebtesten Bücher.

 

www.krimi-couch.de

 

J. Deitermann

 

Das Muster der Liebe

von Debbie Macomber (eBook)

Nach einer schweren Krankheit wagt Lydia den Neuanfang und eröffnet das Wollgeschäft "A Good Yarn". 

Zu ihrem ersten Strickkurs, in dem eine Babydecke gestrickt werden soll, melden sich drei sehr verschiedene Frauen an. Carol, glücklich verheiratet, die schon lange versucht, ein Kind zu bekommen und das Angebot, eine Babydecke zu stricken, als Zeichen sieht, dass der nächste Versuch klappen wird. Jacqueline, die Probleme mit ihrem Mann hat und die Decke stricken möchte, um zu beweisen, dass sie eine gute Oma für ihr Enkelkind sein möchte. Alix, die mit ihren lila Haarspitzen ein bisschen aussieht wie eine Punkerin und in einer Videothek jobbt. 

 

Bereits in der ersten Kursstunde kommt es zu einem Streit zwischen Jacqueline und Alix. Doch trotz aller Unterschiede lernen die Frauen sich näher kennen und es entstehen Freundschaften.

 

Ein gut geschriebener Roman für Frauen, besonders für die, die auch gerne stricken. 

 

Sabine Kespohl

Bella Germania

von Daniel Speck

Daniel Speck erzählt auf 620 Seiten einfühlsam die spannende Lebensgeschichte eine italienischen Gastarbeiterfamilie, die von Salina über Mailand nach München aufbricht.

 

Es werden viele Geheimnisse und verschiedene Wahrheiten der Familienmitglieder aufgedeckt.

 

Die 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts werden lebendig, das Zeitgeschehen, die Welt der Autos und der Mode.

 

 

Der Roman beginnt 2104: ein älterer Herr erklärt einer jungen Modedesignerin, dass er ihr Großvater ist.

 

 

 

                                                                                         C. Brügmann

 

"Die Birken wissen's noch"

von Lars Mytting

Das Gudbrandstal in Norwegen, Haaf Gruney auf den Shetland-Inseln und ein besonderer Nussbaumwald in Authuille/Frankreich bilden den realen Hintergrund für die Hauptperson Eduard. Er wächst als Waise bei seinem Großvater auf und macht sich als junger Mann auf, um seine Wurzeln zu finden.

Die Wirren der Weltkriege verknüpfen viele Menschen und Geheimnisse, die er, getrieben von seiner inneren Unruhe, ent- und aufdecken möchte!

Ein sehr lesenswertes Buch mit einer wunderbaren Sprache.

 

Adelheid Speer

"Am anderen Ende der Nacht"

von Jan Philipp Sendker

"Er glaube an die Kraft,  die in diesem kleinen Herzen ruhe. In jedem. An die Hoffnung. Die Versprechen.  Den Zauber. [...]

Es war ein ganz einfacher Glaube an den Menschen,  an die Liebe und an das Leben mit seinen Tragödien und seiner Schönheit. [...]"

 

Dieser Ausschnitt zeigt, dass es in diesem Buch auch wieder um die großen Fragen des Lebens geht.

Aber gemessen an den Büchern "Das Herzenhören" und "Herzenstimmen" geht dem Autor ein wenig der Atem aus!

Man erfährt wiederum viel über das Leben in China, aber das Geschehen bleibt auf Distanz und berührt mehr an der Oberfläche. 

Das Buch ist trotzdem lesenswert!

Adelheid Speer

Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

von Joachim Meyerhoff

Der Autor schreibt in diesem Roman, wie schon in den bisherigen Büchern, über seine Familie.

 

In diesem zuletzt erschienenen Buch erzählt er von seinen verstorbenen Großeltern.

 

Über ihre oft skurrile Lebensweise. Wie sie ihre altersbedingten Beschwerden bewältigen. Dabei hilft ihnen die in ihrem Berufsleben erworbene Disziplin und Beständigkeit,

 

aber auch die über den Tag verteilten Trinkrituale.

 

Vom morgendlichen Gurgeln mit Enzianschnaps (nicht ausspucken - runterschlucken),

 

über Sekt beim Frühstück, bis zum Cognac vor dem Schlafengehen.

 

 

 

Joachim Meyerhoff beschreibt dies sehr liebevoll und mit viel Humor.

 

Das Buch hat mich oft zum Lachen gebracht, aber auch zum Nachdenken angeregt.

 

 

 

Margareta Bödeker

 

Bretonische Flut

Das neue Buch von Jean-Luc Bannalec

Am 28.06.2016 ist der fünfte Fall des kaffeesüchtigen bretonischen Kommissars Dupin als Taschenbuch erschienen.

Der Autor bleibt sich treu: Vor der Kulisse der bretonischen Westküste, zwischen den Inseln Molène, Ouessant und Sein lässt er seinen Kommissar wieder in einem rätselhaften Fall ermitteln und macht durch die Beschreibungen von Land, Leuten, Kultur und kulinarischen Genüssen unbändige Lust auf einen Sommerurlaub in der Bretagne.

 

 Darum geht’s:

 In der Finistère wird eine Umweltaktivistin tot aufgefunden. Bei der einen Leiche bleibt es natürlich nicht – die Ermittlungsspur führt Kommissar Dupin zu den eigenbrötlerischen Inselbewohnern, Schmugglern und Umweltforschern. Auch eine im Meer versunkene Stadt spielt eine Rolle.

 

 Ab hier wird es sehr mystisch. Die Krimis von Bannalec sind ohnehin mit vielen bretonischen Mythen und Sagen gespickt, hier erreicht er aber einen m. E. fragwürdigen Höhepunkt. Fans der bretonischen Krimis meinen, dass in „Bretonische Flut“ die eigentliche Handlung hinter den Erzählungen zu Sagen und Mythen sehr zurückbleibt.

 

Das Buch hat „Längen“ und erinnert streckenweise an einen Fantasy-Roman.

 

Es bleibt aber eine tolle Reiselektüre für einen Urlaub in den Nordwesten Frankreichs.

 

Jutta Deitermann